Millenniumsziele

Mit der Millenniumserklärung haben 189 Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 Hunger, Analphabetismus, Geschlechterdiskriminierung, Krankheit und Umweltzerstörung den Kampf angesagt. Aus dieser Erklärung wurden acht Ziele abgeleitet, die klar definieren, was entwicklungspolitische Maßnahmen zur Armutsbekämpfung leisten sollen. An ihnen orientieren sich internationale Absichtserklärungen und nationale Strategiepapiere. Doch sind die Millenniumsziele so formuliert, dass Programme zu deren Umsetzung strukturelle Armutsursachen außer Acht lassen können, etwa die Ungleichverteilung von Vermögen, Land und politischer Macht sowie die Achtung der Menschenrechte. 

Kritiker gehen davon aus, dass die Millenniumsziele in ihrer Gesamtheit nicht wie geplant bis zum Jahr 2015 erreicht werden. Wie sieht die Prognose für Bangladesch aus? 

Der Historiker und Publizist Heiko Herold und der NETZ-Mitarbeiter Niko Richter sprechen in ihrem Artikel über das Für und Wider der Entwicklungsagenda. Stefan Priesner, Landesdirektor des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen in Bangladesch, spricht im Interview über den Stand der Umsetzung im Land. Der Leiter des NETZ-Landesbüros in Dhaka, Habibur Rahman Chowdhury, thematisiert im Interview, dass die Armut in Bangladesch nicht nachhaltig halbiert werden kann, so lange sie losgelöst von ihren strukturellen Ursachen bekämpft wird.

Das Porträt zweier Frauen zeigt, wie NETZ gemeinsam mit Ihnen zur Situationsverbesserung im Land beiträgt. Es handelt von Veränderungen im Leben einer Teilnehmerin im NETZ-Projekt "Ein Leben lang genug Reis" und der Motivation einer ehrenamtlich engagierten Deutschen, die das Projekt unterstützt.