Hunger in Bangladesch

"Hunger ist die schlimmste Form der Gewalt" - Mahatma Gandhi

Wer durch Bangladesch reist, dem begegnet ein übergrünes Land, in dem scheinbar jeder Quadratmeter landwirtschaftlich genutzt wird. Dass hier jeder vierte Mensch Hunger leidet, kommt einem zunächst schwer in den Sinn. Wie fühlt es sich an, jeden Tag satt zu werden? Das Leben von über 28 Millionen Menschen in Bangladesch wird von einem anderen Gefühl bestimmt: Hunger. Unterernährung ist seine Folge. Sie tritt ein, wenn die tägliche Nahrung für einen längeren Zeitraum unter dem Minimum liegt, das zum Leben benötigt wird. Dann gleicht der Körper den Mangel aus. Er schränkt körperliche und geistige Aktivitäten ein. Die Kraft, sich durch Arbeit aus der Hungerfalle zu befreien, geht verloren. Das Immunsystem wird geschwächt. Besonders bei Kindern führt dies zum frühen Tod. Alle vier Minuten stirbt ein Kind in Bangladesch an den Folgen von Unterernährung. Laut Welternährungsprogramm sind 41 Millionen Menschen in Bangladesch unterernährt.

Die Situation ist komplex. Es sind die ungerechte Verteilung der Ressourcen und zu wenig Bildung, die Bangladeschs Armut regieren. Verstärkend wirkt die massive Korruption seitens der Polizei und Regierung. Dazu regelmäßig auftretende Naturkatastrophen wie Wirbelstürme oder Überschwemmungen. Das niedrige Einkommen der Armen hat gravierende Folgen: sie ernähren sich von Reis meist ohne und manchmal mit Linsenbrei, Tee, fertig. Diese Einseitigkeit führt zu Mangelerscheinungen und Krankheit.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Philipp Kappestein

Teamleiter Existenzgründung und Empowerment
kappestein@remove-this.bangladesch.org
Tel.: 0 64 41 - 9 74 63-0

Ein Leben lang Reis

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