Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die UNO-Mitgliedstaaten haben am 27. September 2015 in New York eine weltweite Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die ‚Sustainable Development Goals‘ (SDGs). Diese Ziele beschreiben transparent und überprüfbar einen Fahrplan bis zum Jahr 2030, der ein würdiges Leben für alle Menschen mit der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen in Einklang bringt. Die 17 Ziele lauten:

  1. Armut in jeder Form und überall beenden

  2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

  3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

  4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern

  5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen

  6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

  7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern

  8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

  9. Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

  10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern

  11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen

  12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

  13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen (in Anerkennung der Tatsache, dass die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen das zentrale internationale Forum zur Verhandlung der globalen Reaktion auf den Klimawandel ist)

  14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

  15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen

  16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben.

Den genannten 17 Oberzielen sind 169 Unterziele zugeordnet.

Das Abschlussdokument gibt es hier im Download.

Zur Vorbereitung der Entwicklungsziele fanden viele Konsultationen statt. Das Netzwerk "Global Call to Action against Poverty" (GCAP) war daran eindrucksvoll beteiligt; es ist die größte weltweite zivilgesellschaftliche Bewegung zur Beendigung von Armut und Ungleichheit. Ingo Ritz, NETZ-Geschäftsführer von 1999 bis 2013, leitet das weltweite Sekretariat von GCAP. Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Bangladesch hat sich NETZ dafür stark gemacht, dass die Menschen, die am stärksten benachteiligt sind, in den Konsultationen gehört werden. So wirkten Menschen mit, die in extremer Armut leben, indigene Gruppen, religiöse Minderheiten, ebenso wurden Menschenrechtlerinnen und Wissenschaftler befragt und aktuelle Forschungen einbezogen. Der aus Bangladesch stammende Entwicklungsexperte Khondoker Shakhawat Ali hat dies in einer Studie zusammengefasst. Die Ergebnisse hat GCAP in die Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern eingebracht, als die Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 ausgearbeitet wurden.

Die Studie steht hier zum Download bereit.